Benedictus Krankenhaus Tutzing
Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München

Bahnhofstraße 5
82327 Tutzing

Tel. 08158 23-0
Fax 08158 23-140
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Shuntzentrum Starnberger See

Aufgrund einer Verschlechterung der Nierenfunktion wurde bei Ihnen die Notwendigkeit einer Dialysebehandlung (Blutwäsche) festgestellt. Um eine Dialysebehandlung durchführen zu können, wird eine Möglichkeit zur Entnahme und Rückgabe einer großen Menge Blutes benötigt. Da ein derartiges Blutgefäß an der Körperoberfläche nicht existiert, muss dieses entweder künstlich geschaffen werden (Dialyseshunt oder kurz Shunt) oder aber ein Dialysekatheter in ein geeignetes, großes Blutgefäß eingelegt werden.

Ein Dialyseshunt – Was ist das?

An unserem Körper finden sich viele Blutgefäße unter der Haut. Diese sind zwar leicht anzustechen, liefern aber nicht die benötigte Blutmenge für eine Blutwäsche. Um einen genügend hohen Blutfluß herzustellen, wird eine künstliche Verbindung zwischen einer Vene und einer Schlagader (Arterie) geschaffen. Dieser Kurzschluß (engl. Shunt) führt zu einem gesteigerten Blutfluß in der Vene. Mit der Zeit vergrößert sich dieses Gefäß und kann schließlich für die Dialyse verwendet werden.

Sollten keine geeigneten Blutgefäße an der Körperoberfläche zu finden sein, so besteht die Möglichkeit, ein künstliches Blutgefäß unter die Haut zu implantieren und dieses mit in der Tiefe liegenden, großen Blutgefäßen zu verbinden. Nach dem Einheilen dieser Shuntprothese kann diese dann wie ein eigenes Blutgefäß genutzt werden.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um einen Dialyseshunt anzulegen?

Es ist oft sehr schwierig, genau vorherzusagen, wann die Dialyse tatsächlich beginnen muss. Außerdem benötigt ein frisch angelegter Dialyseshunt in der Regel eine gewisse Zeit, um zu reifen bzw. ein künstlicher Shunt, um einzuheilen. Daher sollte die Shuntoperation bereits etwa sechs Monate vor dem voraussichtlichen Dialysebeginn durchgeführt werden.

Wann wird ein Dialysekatheter benötigt?

Hin und wieder kommt es bei einem Patienten zu einer sehr raschen Verschlechterung der Nierenfunktion und die Dialyse muß schnell begonnen werden. Dann ist die Zeit zu kurz, um einen Dilayseshunt anzulegen. In diesem Fall kann vorübergehend ein Dialysekatheter in ein großes Blutgefäß eingelegt werden, um die Dialyse durchzuführen. Mitunter sprechen Gründe gegen eine Anlage eines Dialyseshunts. In diesem Fall besteht dann die Möglichkeit, einen Dialysekatheter dauerhaft zu implantieren.

Wie können wir Ihnen helfen?

Im Benedictus Krankenhaus Tutzing arbeiten Nephrologe, Dialysezentrum und Shuntchirurgen Hand in Hand zusammen. Von der Voruntersuchung und Beratung über die Shuntoperation bis hin zur Nachsorge können wir Ihnen daher in unserem Shuntzentrum alle Leistungen, die ein Dialysezugang erfordert, anbieten.

Unser Leistungsspektrum

  • Vorbereitende Untersuchung und eingehende Beratung rund um Dialysezugang
  • Anlage von Dialyseshunts mit körpereigenem Material
  • Anlage von Dialyseshunts unter Verwendung künstlicher Blutgefäße
  • Anlage von temporären sowie dauerhaft implantierten Dialysekathetern
  • Kontrolle von Dialyseshunts bei Problemen mittels Ultraschall
  • operative Korrektureingriffe bei Fehlfunktionen oder Verschluß eines Dialyseshunts
  • minimalinvasive Korrektureingriffe mittels Kathetertechniken (Ballonerweiterung, Stent) bei Fehlfunktionen von Dialyseshunts
  • Gefäßdarstellung unter Verzicht auf ein die Nieren belastendes herkömmliches Kontrastmittel unter Verwendung von CO2 als Kontrastmittel
  • Dialyse vor Ort durch das Kuratorium für Hämodialyse Tutzing
  • nephrologische Betreuung durch das an das Benedictus Krankenhaus angegliederte Dialysezentrum (KFH –Tutzing).
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