Benedictus Krankenhaus Tutzing
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Zwischen Medizin und Menschlichkeit: Das Ethikkomitee am Benedictus Krankenhaus Tutzing hilft bei schwierigen Entscheidungen

Tutzing, 30.04.2026 - Seit kurzem stärkt das Benedictus Krankenhaus Tutzing mit seinem Klinischen Ethikkomitee Mitarbeitende in besonders herausfordernden Situationen. Wo medizinisches Wissen allein nicht ausreicht und Fragen nach dem Willen, dem Wohl und der Würde von Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt rücken, bietet das Komitee Raum für strukturierte, interdisziplinäre Beratung.

Ziel des neuen Komitees ist es, Mitarbeitende bei schwierigen ethischen Konfliktsituationen in der Patientenversorgung zu unterstützen. Dabei geht es insbesondere um Fragen wie: Entspricht eine medizinische Maßnahme dem Willen des Patienten? Trägt sie tatsächlich zu seinem Wohlergehen bei? Gerade bei vielschichtigen Fällen – hier stehen vor allem auch Krebserkrankungen im Vordergrund – hilft die Ethikgruppe, unterschiedliche Perspektiven zu beleuchten und gemeinsam tragfähige Lösungswege zu entwickeln.

„Im klinischen Alltag stehen Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte immer wieder vor ethischen Fragestellungen, die über rein medizinische Entscheidungen hinausgehen“, erklärt Geschäftsführer Julian Schwaller. „In solchen Situationen bietet das Klinische Ethikkomitee unserer Klinik eine wichtige Hilfestellung.“

Hierfür bringt das Ethikkomitee verschiedene Berufsgruppen zusammen, um medizinische, pflegerische, ethische und emotionale Aspekte zu berücksichtigen. Es setzt sich interdisziplinär aus Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachbereiche, darunter Neurologie, Intensivmedizin, Anästhesiologie und Palliativmedizin, sowie aus der Pflege, aber auch der Seelsorge zusammen. Diese Vielfalt stellt sicher, dass Entscheidungen nicht nur fachlich fundiert, sondern auch menschlich verantwortungsvoll getroffen werden.

„Medizinischer Fortschritt eröffnet immer neue Behandlungsmöglichkeiten, gleichzeitig wachsen die Anforderungen an verantwortungsvolles Handeln“, so Julian Schwaller weiter. „Das Komitee hilft dabei, Orientierung zu geben, Unsicherheiten zu reduzieren und die bestmögliche Entscheidung im Sinne der Patientinnen und Patienten zu treffen. Für unser Haus ist das eine fantastische Erweiterung.“ Ergänzend betont Pflegedienstleiter Andreas Stübner, „Gerade in der Pflege erleben wir täglich, wie wichtig es ist, medizinische Entscheidungen auch aus menschlicher und ethischer Perspektive zu betrachten. Das Ethikkomitee schafft hier einen wertvollen Raum für Austausch und gemeinsame Entscheidungsfindung im Sinne unserer Patientinnen und Patienten.“

Denn das Klinische Ethikkomitee steht damit für eine Medizin, die nicht nur heilt, sondern auch zuhört, abwägt und den Menschen in seiner ganzen Würde in den Mittelpunkt stellt. Es trägt dazu bei, eine Kultur des respektvollen Dialogs und der gemeinsamen Entscheidungsfindung zu fördern – zum Wohl der Patientinnen und Patienten ebenso wie zur Unterstützung der Mitarbeitenden im Klinikalltag.

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