Palliativmedizin

Auf unserer Palliativstation werden Patienten mit weit fortgeschrittenen Erkrankungen und einer begrenzten Lebenserwartung ganzheitlich behandelt. Unser oberstes Ziel ist es, Lebensqualität zu schaffen für unsere Patienten und deren Angehörige.

Die Palliativstation in Tutzing umfasst acht Betten und steht unter medizinischer und organisatorischer Leitung von Chefarzt  Prof. Dr. med. habil. R. Freynhagen.

Die bei uns behandelten Erkrankungen können dabei Tumorerkrankungen, aber ebenso auch Krankheiten aus dem Bereich der Inneren Medizin (z.B. HIV/AIDS, schwere chronische Erkrankungen wie COPD) oder der Neurologie (z.B. ALS, MS, M. Parkinson) sein. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden der Patienten stehen in Tutzing im Vordergrund der Behandlung.

Ärztliche Behandlung durch ein erfahrenes Team

Verantwortlich, oberärztlich betreut werden die Patienten durch unsere Oberärztin Sr. Dr. med. Ulla Mariam Hoffmann, OSB, die zugleich Internistin, Infektiologin und Ärztin für Palliativmedizin, aber auch Ordensschwester der Benediktinerinnen im angrenzenden Kloster ist. Dies tut sie in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit allen anderen Fachrichtungen unseres Hauses.

Weitere Oberärzte und Assistenzärzte aus unserem Zentrum verfügen über die Zusatzbezeichnung „Palliativmediziner“. Somit ist für eine fachlich wie menschlich immer hohe Qualität, 24 Stunden rund um die Uhr, gesorgt.

Medizinisch-therapeutischer Schwerpunkt ist sowohl die Behandlung von Schmerzen durch die Schmerztherapie unseres Hauses, als auch die Behandlung von Symptomen wie Atemnot, Übelkeit, Erbrechen oder Ernährungsproblemen. Für psychosoziale und spirituelle Aspekte stehen uns palliativmedizinisch weitergebildete Psychologen, Seelsorgerinnen und eine Sozialarbeiterin fest zur Seite. Unsere speziell geschulten und hoch motivierten PalliativeCare-Pflegekräfte bilden die Grundlage unseres ganzheitlichen multiprofessionellen Therapiekonzepts. Unterstützt wird das Team darüber hinaus durch ehrenamtliche Helfer/Innen.

Die Aufnahme auf die Palliativstation erfolgt zum Beispiel:

  • als Einweisung durch den Hausarzt, Onkologen oder einen der anderen betreuenden Fachärzte
  • als Zuverlegung aus einer anderen Fachklinik
  • als Notaufnahme bei akuter Symptomverschlechterung
  • auf Wunsch des Patienten selbst und/oder Empfehlung

Optimalerweise sollte unsere Betreuung nach medizinischer Stabilisierung mit der Verlegung nach Hause enden, auch wenn dieses Ziel nicht immer zu erreichen ist.

Nach der Entlassung von der Palliativstation

Im Regelfall wird der Patient von uns aus zurück in die häusliche Umgebung entlassen, entsprechend der individuellen Bedürfnisse. Die Entlassung und die nötigen Hilfsmittel werden durch unseren Sozialdienst koordiniert, in Zusammenarbeit mit Pflegediensten, Hospizhelfern und den betreuenden Hausärzten.

Falls notwendig, erfolgt eine Verlegung in ein stationäres Hospiz, z.B. nach Polling oder München, wenn die Symptome oder die psychosoziale Situation dies erfordern.

Eine enge und langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie ein intensiver fachlicher Austausch (zum Beispiel im Rahmen gemeinsamer Fortbildungen) besteht mit dem ambulanten und stationären Hospiz in Polling (Hospizverein im Pfaffenwinkel e.V.). Weitere Informationen über das Hospiz finden Sie unter: www.hospiz-pfaffenwinkel.de