Rückfragen und Anmeldung:

Sabrina Fois

Tel. 08158 23-722 
gesundheitsforum-bkt@artemed.de

Mich trifft der Schlag - Diagnostik und Therapie der Halsschlagaderverengung

26.01.2022 - 18.00 Uhr

Referent: Dr. Jan Kemke, Chefarzt Gefäßchirurgie

Die Teilnahme erfolgt ganz einfach online. Für die Anmeldung schicken Sie Ihre E-Mail-Adresse an gesundheitsforum-bkt@artemed.de, und Sie erhalten den Teilnahmelink.

Der Schlaganfall und Carotisstenose: Möglichkeiten der Behandlung

Einengungen der Halsschlagadern treten durch Verkalkungen auf und werden meist in Screeninguntersuchungen mittels Ultraschall diagnostiziert oder auch erst durch das Auftreten von neurologischen Symptomen (Seh- und Sprachstörungen, vorübergehende Lähmungen) auffällig. Durch die Verengung können sich Blutgerinnsel lösen, die zu Durchblutungsstörungen im Gehirn führen und somit Schlaganfälle verursachen.

In einer regelmäßig stattfindenden Gefäßkonferenz wird jeder Befund zusammen mit dem Neurologen und Angiologen diskutiert und das individuelle Behandlungskonzept für den Patienten festgelegt. Bei geringen Verengungen reicht meist eine medikamentöse Therapie und eine Optimierung der Risikofaktoren (Verzicht auf Nikotin; Diabeteseinstellung) aus. Bei hochgradigen Verengungen kann die operative Beseitigung das Risiko für einen Schlaganfall deutlich senken. Durch einen kleinen Hautschnitt kann die Verengung aus der Schlagader ausgeschält (desobliteriert) werden. Während der Operation werden die Gehirnströme mittels Neuromonitoring gemessen, so dass der Patient während der Narkose bestens überwacht ist.

Alternativ steht ein minimalinvasives Verfahren mit Stentimplantation im Bereich der Halsschlagader zur Verfügung. In der Gefäßkonferenz wird für jeden Patienten die ideale Behandlungsmethode festgelegt.

Der Schlaganfall ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland, die zu bleibenden Lähmungserscheinungen führen können. Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu circa 200 000 durchblutungsbedingten Schlaganfällen, die zu ca. 20 bis 30 Prozent durch eine Carotisstenose verursacht sind. Das heißt, es ereignen sich pro Jahr durch diese Erkrankung etwa 30 000 Schlaganfälle in Deutschland. Diese Zahl kann durch Screeninguntersuchungen mit einer nachfolgenden Behandlung bei entsprechendem Risikoprofil des Patienten deutlich reduziert werden. Deshalb werden in der gefäßchirurgischen Abteilung alle ambulanten und stationären Patienten mit entsprechenden Grunderkrankungen auf eine Carotisstenose und der Plaquemorphologie untersucht.

Therapieindikation

Für die Therapieindikation muss in erster Linie zwischen einer symptomatischen und einer asymptomatischen Carotisstenose unterschieden werden. Als symptomatisch wird eine Einengung der Halsschlagader bezeichnet, die bereits typische Symptome wie Sprachstörungen, Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen hervorgerufen hat. Eine asymptomatische Carotisstenose ist meist ein sonographischer Zufallsbefund, der bisher keine Symptome hervorgerufen hat. Beide können jedoch einen Schlaganfall verursachen. Eine symptomatische Carotisstenose sollte in den meisten Fällen behandelt werden. Bei einer asymptomatischen Carotisstenose hängt die OP-Indikation von mehreren Faktoren ab, z. B. vom Alter des Patienten, dem Einengungsgrad und der Plaquemorphologie.

Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Symptomatik und Einengungsgrad gibt es drei Therapieansätze: die medikamentöse Therapie, die offene Operation so wie der minimalinvasive Eingriff (Stentimplatation). Im Rahmen der offenen Operation wird die Verstopfung aus der Halsschlagader ausgeschält (CEA: Carotisendarterektomie, Ausschälplastik). Der Zugang zur Halsschlagader erfolgt über einen später kaum sichtbaren Schnitt an der Halsaußenseite. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Einengung durch Aufdehnung und Einbringung einer inneren Gefäßstützung (Stentimplatation: CAS) zu therapieren. Dabei wird die Verkalkung an der Gefäßwand fixiert. Das Verfahren wird immer unter der Verwendung eines Protektionssystems als Embolieschutz durchgeführt. Dies verhindert, dass während des Eingriffs Gefäßablagerungen mobilisiert werden und im schlimmsten Fall einen Schlaganfall auslösen können.

In der Abteilung für Gefäßchirurgie im Benedictus Krankenhaus Tutzing unter der Leitung von Chefarzt Dr. Jan Kemke werden beide Behandlungsverfahren aus einer Hand angeboten. Dies hat den Vorteil, dass für jeden Patienten individuell die optimale Therapie durchgeführt werden kann.

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