Thrombose

Das Gefäßzentrum Starnberger See ist auf die Behandlung von Gefäßkrankheiten spezialisiert. Das Zentrum besteht aus einem interdisziplinären Team von Angiologen, Gefäßchirurgen und Neurologen.

Krankheitsbild

Bei der tiefen Venenthrombose handelt es sich um Gerinnsel (Thromben) in denjenigen Gefäßen, welche das Blut zum Herzen zurückleiten (Venen). Ursachen einer Thrombose können Verletzungen der Gefäßwand, langsame Blutströmung oder Gerinnungsstörungen sein. 90% der Venenthrombosen betreffen die Becken-/Beinvenen. Komplikationen sind die Lungenembolien und das postthrombotische Syndrom (Beinschwellung, Geschwürbildung).

Diagnose und Behandlungsmethoden am Benedictus Krankenhaus Tutzing

Die Akutbehandlung der Venenthrombose  besteht aus der sofortigen Blutgerinnungshemmung mittels Heparinspritzen. Da der Thrombus spontan schnell mit der Venenwand verwächst, ist nur innerhalb von 5 Tagen in Einzelfällen eine Gerinnselauflösung mittels Medikamenten (Streptokinase oder Urokinase), innerhalb von 2 Tagen die operative Entfernung des Thrombus möglich.  In jedem Fall wird das Bein mit einem Kompressionsverband versorgt. Abhängig vom individuellen weiteren Thromboserisko des Patienten muss eine Blutgerinnungshemmung („Blutverdünnung“) mit Medikamenten (meist Marcumar) für 3 – 12 Monate fortgeführt und mittels Blutabnahmen regelmäßig kontrolliert werden. Nur in Einzelfällen - bei angeborenen Blutgerinnungsstörungen oder bei wiederholten Thrombosen oder Lungenembolien – ist die lebenslange Verabreichung dieser Medikamente erforderlich. Zur Verhinderung der Entwicklung eines posttrhombotischen Syndroms (s.o.) sollten im betreffenden Bein tagsüber Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse 2 getragen werden.