Nabelbruch

Was ist ein Nabelbruch ?

Der Nabelbruch (Syn.: Nabelhernie, lat. Hernia umbilicalis et paraumbilicalis) bezeichnet das Vorwölben der innersten Schicht der Bauchwand, des Bauchfells, durch eine Lücke in der Muskulatur rund um den Nabel. Diese Lücke, Bruchpforte genannt, kann entweder angeboren oder erworben werden.

Wie häufig ist der Nabelbruch und was sind die Risikofaktoren?

Frauen zwischen 50 und 70 Jahren sind am häufigsten betroffen. Bei Schwangeren, adipösen Patienten, Patienten mit Leberzirrhose und bei körperlichen Schwerstarbeitern tritt der Nabelbruch öfter auf, bedingt durch den vermehrten Druck auf die Bauchwand. Risikofaktoren für einen Nabelbruch sind u.a. eine Bindegewebsschwäche und Übergewicht. Regelmäßiges schweres Heben, heftiger Husten und starkes Pressen (z.B. bei chronischer Verstopfung) können einen Nabelbruch provozieren.

Welche Beschwerden macht der Nabelbruch und wann sollte ein Arzt aufgesucht werden ?

Das häufigste Symptom des Nabelbruches ist eine Vorwölbung der Bauchdecke im Bereich des Nabels, die vor allem bei Belastung, im Stehen und Pressen zu sehen ist. Die Größe der Vorwölbung kann stark variieren und verschwindet meist, sobald die Betroffenen liegen. Ein Nabelbruch heilt niemals ohne operative Behandlung. Es sollte ein Arzt konsultiert werden, sobald die Vorwölbung der Bauchdecke bemerkt wird. Verursacht der Nabelbruch Schmerzen, besteht die Indikation für eine Operation. Ist die Vorwölbung plötzlich aufgetreten und lässt sich auch im Liegen nicht zurückschieben, ist sie stark schmerzhaft, prall und evtl. schon gerötet, muss eine sofortige Vorstellung in einer chirurgischen Nothilfe erfolgen. Dann handelt es sich um eine Einklemmung (Inkarzeration) und das Risiko ist sehr groß, dass ohne sofortige Maßnahmen das eingeklemmte Gewebe nicht mehr ausreichend durchblutet wird und abstirbt.

Wie wird der Nabelbruch operiert ?

Die operative Versorgung eines Nabelbruches erfolgt in Abhängigkeit der Größe der Bruchlücke. Bruchlücken kleiner als 2cm können über einen kleinen Hautschnitt direkt mittels Naht versorgt werden. Allerdings bildet sich bei manchen Patienten keine stabile Narbe aus und es kommt zu einem Wiederauftreten des Bruchs. Bruchlücken größer als 2cm sollten mit Hilfe eines Kunststoffnetzes verschlossen werden. Das eleganteste Verfahren, das Kunststoffnetz einzubringen bietet die minimalinvasive Technik. Der enorme Vorteil dieser Methode liegt darin, dass kein großer Schnitt notwendig ist um das spezialbeschichtete Kunststoffnetz an der richtigen Stelle und mit ausreichender Überlappung zu platzieren. Es. reichen drei kleine Schnitte von 0,5 bis 1cm Länge um die Operation durchzuführen. Auch große Brüche oder Narbenbrüche können mit dieser Methode sicher verschlossen werden.

Wie lange ist der stationäre Aufenthalt und was ist nach der Operation zu beachten?

Diese Operation wird stationär durchgeführt. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 3 Tage. Sie sind schon am Tag der Operation wieder mobil. Nach 14 Tagen dürfen Sie wieder mit Sport beginnen.