Lungenembolie

Das Gefäßzentrum Starnberger See ist auf die Behandlung von Gefäßkrankheiten spezialisiert. Das Zentrum besteht aus einem interdisziplinären Team aus Angiologen, Gefäßchirurgen und Neurologen.

Krankheitsbild

Eine Lungenembolie entsteht durch die Verschleppung von Blutgerinnseln (Thromben) – meist aus den Becken-Beinvenen, die die Durchblutung der Lungenstrombahn akut unterbrechen. Die Lungenembolie stellt die gefürchteste Komplikation der tiefen Venenthrombose dar. Typische Symptome sind akute Luftnot, schneller Puls und Schock.

Diagnose und Behandlungsmethoden am Benedictus Krankenhaus Tutzing

Die Diagnose einer Lungenembolie erfolgt auf Basis der klinischen Vorstellung des Patienten und mittels Comutertomographie unter Gabe eines Kontrastmittels. Die Akutbehandlung besteht aus der sofortigen Blutgerinnungshemmung mittels Heparin und ist darüber hinaus abhängig vom jeweiligen Stadium der Lungenembolie. Im Stadium I und II (stabiler Patient ohne oder mit leichter Funktionsstörung des rechten Herzens) ist die alleinige Heparingabe angezeigt. In den Stadien 3 und 4 (instabiler bis reanimationspflichtiger Patient mit Funktionsstörung des rechten Herzens) muss der Thrombus medikamentös (z.B. mittels rtPA i.v.) aufgelöst werden. Abhängig vom individuellen weiteren Thromboserisko des Patienten ist eine anschließende Blutgerinnungshemmung („Blutverdünnung“) mit Medikamenten (meist Marcumar) für 12 Monate erforderlich. Nur in Einzelfällen - bei angeborenen Blutgerinnungsstörungen oder bei wiederholten Thrombosen oder Lungenembolien müssen diese Medikamente lebenslang verabreicht werden.