Kreislaufkollaps

Die Abteilung für Innere Medizin deckt in Diagnostik und Therapie sämtliche moderne und etablierten Verfahren auf dem Gebiet der Kreislaufregulation ab.

Krankheitsbild

Ein Kreislaufkollaps (Synkope) ist eine plötzlich einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit, die ohne besondere Behandlungsmaßnahmen spontan wieder aufhört. Ursache ist eine vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns durch eine Störung der Kreislaufregulation. Der Mechanismus der Störung kann vom Herzen, den Gefäßen oder auch dem zentralen Nervensystem ausgehen.

Diagnose und Behandlungsmethoden im Benedictus Krankenhaus Tutzing

Der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) kommt in der Abklärung von Synkopen eine besondere Bedeutung zu. Begleitumstände (längeres Stehen, Lagewechsel), eventuelle Auslöser und mögliche Vorläufersymptome wie Schwindel, Augenflimmern, Schweißausbruch oder Übelkeit müssen erfragt werden. Neben der körperlichen Untersuchung gehört zur grundlegenden technischen Diagnostik eine Blutdruckmessung im Liegen und Stehen, eine Langzeit-Blutdruckmessung sowie eine Kipptischuntersuchung wenn möglich, alternativ ein Schellong-Test. Zur Abklärung von Rhythmusstörungen gehört ein Ruhe- und Langzeit-EKG sowie evtl. auch ein Belastungs-EKG. Ausserdem sollte ein Herzultraschall sowie eine Doppler-Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader durchgeführt werden. Laboruntersuchungen dienen vor allem dem Nachweis von Stoffwechselentgleisungen oder auch einer Blutarmut (Anämie). Mögliche nicht-kreislaufbedingte Bewusstseinstörungen können gegebenenfalls durch die Ableitung eines Elektroenzephalogramms, und Schichtbilduntersuchungen des Gehirns mit CT oder MRT gefunden werden. Therapeutisch kommt neben Allgemeinmassnahmen wie ausreichender Flüssigkeitszufuhr, Kreislauftraining, Kompressionstrümpfen, u.a.die Behandlung der zugrunde liegenden Störung ( z. B. Herzrhythmusstörungen medikamentös oder mittels Herzschrittmacher ) in Frage.