Kniegelenk, Beinachsenkorrektur

Das Gelenkzentrum Starnberger See genießt in der Knie- und Knorpelchirurgie überregionalen Ruf und ist mit seinen modernen diagnostischen und operativen Verfahren nach exakter Planung am Computer auch auf Korrekturen der Beinachse bei Fehlstellungen (sog. O- oder X-Bein) in der Regel mit winkelstabilen Titanimplantaten spezialisiert.

Krankheitsbild

Normalerweise sollte die Beinachse gerade sein. Geringe Abweichungen ins O-Bein (meist Männer) oder X-Bein (meist Frauen) stellen keinen Krankheitswert dar. Ein Problem entsteht allerdings bei größeren Abweichungen sowie nach Teilentfernung eines Meniskus, da es durch diese Fehlbelastung im Laufe der Zeit zu halbseitigen Knorpelschäden und Arthrosen kommt.

Diagnose und Behandlungsmethoden im Benedictus Krankenhaus Tutzing

Bei stärkeren Beschwerden, größeren Achsabweichungen und idealem Patientenalter zwischen 30 und 60 Jahren korrigieren wir  die Beinachsfehlstellung anatomisch, um den Zeitpunkt einer Kniegelenkprothese hinauszuzögern. Die Beinachse und der ideale Korrekturwinkel werden bei uns im Gelenkzentrum mittels digitalisierten Röntgenganzbeinaufnahmen am Computer vor der Operation exakt vermessen.
Bei einer O-Bein-Fehlstellung wird man meist am Schienbeinkopf durch Aufklappen auf der Innenseite eine Umstellung vornehmen. Eine X-Bein Korrektur erfolgt oberhalb des Kniegelenkes. In beiden Fällen wird der Knochen entsprechend der Planung vorsichtig durchtrennt, präzise in der gewünschten Stellung wieder aufeinander gesetzt und mit speziellen winkelstabilen Titanimplantaten bis zur Heilung fixiert.
Solche Beinachsenkorrekturen bei Arthrose können oft zusammen mit Gelenkspiegelungen zur Knorpelregeneration kombiniert werden.

Erfolgsaussichten

Die Erfolgsaussichten sind  je nach Alter des Patienten und Schweregrad der Arthrose gut. Die Titanplatten entfernen wir gewöhnlich 1 Jahr später. Diese Umstellungen heilen rascher als der Knorpel im Kniegelenk, der nach Anfrischung und Stimulierung Zeit zur Bildung eines neuen Knorpelbelages, der sog. „Bioprothese“, benötigt.  Für Patienten über 60 Jahre oder bei übergewichtigen Patienten stellt  jedoch ein künstliches Kniegelenk häufig die bessere Lösung dar.