Kniegelenk, Osteochondrosis dissecans

Das Gelenkzentrum Starnberger See genießt in der Knie- und Knorpelchirurgie und Sporttraumatologie überregionalen Ruf und ist mit seinen modernen diagnostischen und operativen Verfahren auf sog. minimal-invasive, schonende Schlüssellochoperationen spezialisiert. Chefarzt Dr. med. Martin Huber-Stentrup ist mit seiner großen operativen Erfahrung u.a. als Instruktor für die Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie (AGA) tätig.

Krankheitsbild

Die Osteochondrosis dissecans (OD) ist eine häufig im Wachstumsalter und jungem Erwachsenenalter auftretende Erkrankung, die zu ca. 85% das Kniegelenk betrifft. Im Verlauf dieser Erkrankung kommt es zu einem knorpelnahen Knochensterben, wobei sich ein über dem betroffenen Knochenbezirk befindliches Knorpelstück aus seinem Verbund langsam lösen kann (freier Gelenkkörper, Gelenkmaus, Dissekat). Der zeitliche Ablauf einer Osteochondrosis dissecans Erkrankung ist nicht vorhersagbar. Die verschiedenen Stadien können individuell unterschiedlich schnell ablaufen.

Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Nach einer ausführlichen klinischen Untersuchung in unserer Spezialsprechstunde für Kniechirurgie, entsprechender Ultraschall- und digitalisierter Röntgendiagnostik ist mittels der Kernspintomographie eine Frühdiagnose möglich. Die konservative Therapie der Osteochondrosis dissecans ist bei jungen Patienten in einem frühen Erkrankungsstadium möglich. Je nach Stadium des „Knochensterbens“ kommen verschiedene möglichst minimal-invasive Operationstechniken (Arthroskopie) zur Anwendung. Neben der Anbohrung oder Refixation des Stückes mit Bioimplantaten führen wir  auch Knorpel-Knochen-Transplantationen durch, um das Gelenk vor weiteren Schäden zu schützen. 

Erfolgsaussichten

Die Osteochondrosis dissecans stellt eine schwerwiegende Erkrankung des Kniegelenkes dar. Je nach Krankheitsstadium ist die Prognose sehr unterschiedlich. Besonders bei sehr jungen Patienten kann im Einzelfall auch der Spontanverlauf abgewartet werden. Die Chancen einer Spontanheilung sind umso größer je jünger der Patient ist (insbesondere vor dem 12. Lebensjahr)!