Ischiasschmerz

Für die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen steht am Benedictus Krankenhaus Tutzing ein eigenes Wirbelsäulenzentrum zur Verfügung.

Krankheitsbild

Bei persistierend vorhandenen Rückenschmerzen sollte die primäre Diagnostik ein konventionelles Röntgenbild in 2 Ebenen sein. Bei Verdacht auf Instabilitäten (z. B. Wirbelgleiten) sollte auch eine  seitliche Aufnahme in Vor- und Rückneige angefertigt werden. Um Bandscheibengewebe, nervale Strukturen und knöcherne Reaktionen im Detail beurteilen zu können, ist eine Kernspintomographie (MRT) notwendig. Eine Computertomographie ist eine Alternative hierzu bei Patienten, die eine MRT nicht durchführen können (Platzangst, Herzschrittmacher). Die primäre Behandlungsmethode einer Verschleißerscheinung sollte zunächst immer ein konservativer Therapieansatz sein. Oft ist eine intensive und regelmäßig durchgeführte Krankengymnastik zur Stabilisierung der Rumpfmuskulatur, ggf. in Verbindung mit einer Gewichtsreduktion, zunächst beschwerdelindernd. Sollte dies nicht ausreichen, ist auch an eine selektive bildwandlergesteuerte Infiltrationstherapie zu denken, bei der ein lokales Betäubungsmittel in Kombination mit einem kristalloiden Kortison an die schmerzauslösenden Strukturen injiziert wird. Sollten all diese Therapieoptionen nicht zielführend sein, können auch operative Maßnahmen Linderung verschaffen. Die Palette der operativen Optionen ist breit und reicht von mikrochirurgischen Eingriffen über minimal-invasive perkutane Interventionen bis hin zur Ruhigstellung und Stabilisierung eines Bandscheibensegmentes. Das operative Konzept wird individuell für jeden Patienten festgelegt.

Diagnose und Behandlungsmethoden im Benedictus Krankenhaus Tutzing

Mit Hilfe des Lasègue-Tests, bei dem der Patient auf dem Rücken liegt und langsam das betroffene Bein hochgehoben wird, kann eine Reizung des Nervus ischiadicus nachvollzogen werden. Tritt bei einem Anstellwinkel von unter 60° ein entsprechender Schmerz  an der Oberschenkelrückseite auf, so ist dies als positiver Test zu werten. Zur weiteren Abklärung  sind vertiefend Röntgenaufnahmen sowie eine Kernspintomographie (MRT) ggf. eine Computertomotgraphie  (CT) angezeigt. Symptomatisch lässt sich ein Ischiasschmerz mit schmerz- und entzündungshemmenden Mitteln sowie ggf. mit Antibiotika oder Virustatika behandeln. Weitere Therapiemöglichkeiten (konservativ wie operativ) sind entsprechend der ursächlichen Erkrankung einzuleiten.