Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)

Krankheitsbild

Bei Hypothyreose werden die für den Stoffwechsel essentiellen Hormone Trijodthyronin (T3) und Tyroxin (T4) nur unzureichend oder überhaupt nicht produziert. Folge sind verlangsamter Herzschlag, Organ-/Muskelschwächen, aber auch Sprech-/Hörprobleme und verminderte Intelligenz. Zudem kann es zu Kropf- sowie speziell Myxödem-Bildung kommen, d.h. zu teigig-trockenen Hautschwellungen im Gesicht und an Gliedmaßen. Ursache ist eine Funktionsstörung in der Schilddrüse selbst oder eine gestörte Produktion der Botenstoffe TSH in der Hypophyse bzw. TRH im Hypothalamus. Typische Symptome für hypothyreotes Koma sind: leise Herztöne, flache Atmung, diffuses Myxödem, niedriger Blutdruck, reduzierte Körpertemperatur. Es besteht Lebensgefahr.

Diagnose und Behandlungsmethoden im Benedictus Krankenhaus Tutzing

Hypothyreose lässt nur durch Untersuchung des Blutbilds exakt diagnostizieren. Analysiert werden vorzugsweise die Konzentrationen von freiem T4 sowie der Botenstoffe TSH und TRH, da die Konzentration von freien T3 erst bei fortgeschrittener Erkrankung merklich abfällt. Erhöhte TSH-Werte sind Indikator für eine Unterfunktion in der Schilddrüse, reduzierte T4-Werte bestätigen diese Unterfunktion. Alternativ verweisen reduzierte TSH- und TRH-Werteauf eine Störung im Hypothalamus, reduzierte TSH-, aber normale THR-Werte auf eine Störung in der Hypophyse. Erwachsene, aber auch Neugeborene und Kleinkinder erhalten als Ersatzhormone meist Levothyroxin-Präparate. In der Regel wird so bereits kurzfristig eine Stabilisierung der TSH- und T4-Werte erreicht, verbunden mit einer nachhaltigen Verbesserung der körperlichen Befindlichkeit. Die Medikation erfolgt in der Regel lebenslang, beginnend mit zunächst niedriger Dosierung.