Hand

Die Hände sind unsere Werkzeuge im Alltag. Sie sind beinahe jeden Augenblick unseres Lebens – sogar im Schlaf – ununterbrochen im Einsatz. Mit ihnen arbeiten, schreiben, waschen und essen wir. Ja, wir bringen mit unseren Händen sogar unsere Gefühle zum Ausdruck: So klatschen wir bei Begeisterung, Drohen mit der Faust, Winken zur Begrüßung und bei stummen Menschen übernehmen die Hände sogar die Verständigung. Das Ellenbogengenlenk wiederum unterstützt die Hände bei allem was sie tun – denn ohne das Ellenbogengelenk sind wir überhaupt in der Lage einen Löffel an den Mund zu führen oder unsere Haare zu kämmen.

Warum gibt es eine eigene Spezialisierung für Hand- und Ellenbogenchirurgie?

Bei der Anatomie der Hand verhält es sich so, dass auf kleinstem Raum unterschiedlichste Strukturen existieren,
welche die vielen verschiedenen Funktionen der Hand ermöglichen. Dazu gehören neben den Knochen auch Gefäße und Nerven, Beuge- und Strecksehen sowie kleine Handmuskeln. Um operative Eingriffe an den Händen durchführen zu können, erfordert es ein Spezialwissen dieser Anatomie und der Funktionen und gleichzeitig die Fähigkeit, mikrochirurgisch operieren zu können. Daher sind die operativen Möglichkeiten auch sehr vielfältig. Das Ellenbogengelenk ist aufgrund seiner Zusammensetzung  aus Scharnier- und Drehgelenk ebenfalls eines der
komplizierteren Gelenke des menschlichen Körpers. Auch hier verlaufen auf engem Raum viele wichtige Strukturen, insbesondere die Nerven zur Versorgung der Handfunktion.

 

Welche Arten von Operationen an Hand- und Ellenbogengelenk werden am Benedictus Krankenhaus durchgeführt?

Die Hand- und Ellenbogenchirurgie umfasst die Behandlung von Knochen, Sehnen, Gefäßen und Nerven.
Das bedeutet, dass wir zum einen Patienten versorgen, die mit akuten Verletzungen oder Schmerzen an der Hand zu uns kommen. Dazu gehört beispielsweise die Versorgung jeglicher Knochenbrüche an Hand, Handgelenk, Unterarm und Ellenbogen oder auch die Wiederherstellung von Sehnen, Gefäßen und Nerven – beispielsweise bei Schnittverletzungen. Darüber hinaus gehört auch die Rekonstruktion bei Bandverletzungen (z.B. Skidaumen) zu unserem täglichen Repertoire.


Zum anderen führen wir natürlich auch Eingriffe durch, die wir mit etwas längerer Vorlaufzeit planen. Dies beinhaltet Gelenkarthroskopien bei Binnenschädigungen der Gelenke, die Behandlung von Bindegewebserkrankungen wie der M. Dupuytren, Dekompressionen von Nerven (Karpaltunnelsyndrom), Prothesenimplantation, die Behandlung angeborener Fehlbildungen, komplexe Korrekturen nach falsch verheilten Knochenbrüchen und viele mehr. Bei jeglicher Behandlung – ob konservativ oder operativ – ist unser oberstes Ziel, die Funktionstüchtigkeit bei Einschränkung zu verbessern oder sogar wiederherzustellen. Je nach Befund werden die Operationen bei uns entweder ambulant oder stationär  durchgeführt.