Hand, Sehnenscheidenengen

Der Schnappfinger

Die Ringbandstenose, auch Schnappfinger oder Schnellender Finger genannt ist eine der häufigsten Funktionsstörungen der Hand. Knotige synovialitische Veränderungen der Beugesehne und ein Engpass am Grundgelenksringband führen im Anfangsstadium hauptsächlich zu Schmerzen und einer Schwellung über dem Grundgelenk in der Hohlhand. Charakteristisch sind neben den Schmerzen eine Morgensteifigkeit und Spannungsgefühl im Anfangsstadium. Im weiteren Verlauf kann dann ein sporadisches oder permanentes Fingerschnappen entstehen.

Die Diagnose wird allein durch die klinische Untersuchung gestellt. Bei kurzem Krankheitsverlauf kann eine spontane Besserung abgewartet werden. Sollte keine Besserung eintreten, kann bei kurzem Verlauf eine Kortisoninjektion in die Beugesehnenscheide versucht werden. Bei lang bestehender Symptomatik und permanentem Schnappen ist die Ringbandspaltung indiziert. Dieser Eingriff kann ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Sehnenscheidenentzündung des Daumens

Die Tendovaginitis stenosans de Quervain, auch Hausfrauendaumen genannt, geht mit Schmerzen an der Daumenseite des Handgelenkes einher und führt zu einer schmerzhaften Beeinträchtigung der Hand im Alltag. Insbesondere Wring- und Drehbewegungen ( Lappen auswringen, Dosenöffnen, Schreiben) können kaum noch ausgeführt werden.

Die Diagnose des Hausfrauendaumens wir ebenfalls klinisch gestellt. Die Verdickung und Druckschmerzhaftigkeit über dem daumenseitigen Radius sind das typische Bild dieser Erkrankung. Nur in der Frühphase der Sehnenscheidenentzündung kann ein konservatives Vorgehen mit Gipsruhigstellung und Kortisoninjektion zu einem Abklingen der Beschwerden führen. Sofern die Beschwerden länger als 4-6 Wochen bestehen, ist eine operatives Vorgehen indiziert, Dabei wird das 1. Strecksehnenfach gespalten, um den Daumensehen freien Lauf zu gewährleisten. Die Operation kann ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt werden.