Chronische Wunden

Eine Wunde gilt dann als "chronisch", wenn sie innerhalb von 4 - 12 Wochen nach Wundentstehung unter fachgerechter Therapie keine Heilungstendenzen zeigt. 80% aller chronischen Wunden sind gefäßbedingt (hiervon sind 85% venenbedingt, 10% arteriell bedingt, 5% gemischt arteriell/venös), ca 15% haben ihre Ursache in einem Diabetes mellitus, 5% haben andere Ursachen (Verletzung, Tumor u.s.w.).

Diagnose und Behandlungsmethoden am Benedictus Krankenhaus Tutzing

Die erfolgreiche Behandlung einer chronischen Wunde hängt von einer schnellen Ursachenfindung und Behandlung durch ein interdisziplinäres Gefäßteam in einem Gefäßzentrum ab. Zunächst ist daher eine moderne und sachgerechte Gefäßuntersuchung mittels Ultraschall durch einen Angiologen (internistischer Gefäßspezialist) erforderlich, um die Ursachen der Wunde zu finden. Zusätzlich sollte ein Wundabstrich zur Erkennung einer Keimbesiedelung mit Keimresistenztestung erfolgen.

Durch eine moderne durch Gefäßspezialisten durchgeführte Wundbehandlung mit Ausschaltung der gefäßbedingten Ursache sowie durch eine eventuelle antibiotische Therapie gelingt es schließlich, die chronische Wunde zur Abheilung zu bringen. Beim diabetischen Fußsyndrom ist neben der Lokalbehandlung der Wunde die fachkompetente Blutzuckereinstellung wichtig. Nur durch die rechtzeitige und fachkompetente Erkennung und Behandlung chronischer Wunden lassen sich unnötige Amputationen der Gliedmaßen verhindern!