Chronische Bronchitis

Internistische Krankheitsbilder werden in der Abteilung für Innere Medizin am Benedictus Krankenhaus Tutzing kompetent behandelt. Eine 24-Stunden Notfallversorgung mit eigener Notaufnahme versteht sich dabei als Selbstverständlichkeit.

Krankheitsbild

Wenn die Abwehrmechanismen zusammenbrechen kann sich aus entarteten Bronchialzellen ein Bronchialkarzinom entwickeln  – eine der häufigsten Todesarten in Industrieländern. An bronchitischen Beschwerden leiden dauerhaft ca. 10 - 15 % der Bevölkerung, Männer etwa zwei- bis dreimal häufiger als Frauen. Betroffen sind vor allem – zu 90% – Raucher und Passivraucher; außerdem Personen, die ständig Schadstoffen wie Staub, Asbest, aber auch Dämpfen und Abgasen ausgesetzt sind. In Einzelfällen können auch genetische Vorbelastungen (z.B. Antikörpermangel, Alpha-1-Antitrypsin-Mangel) oder chronische Nebenhöhlenentzündungen der Auslöser sein. Patienten mit chronischer Bronchitis und Lungenkrebs sterben im Mittel mit 65 Jahren.

Diagnose und Behandlungsmethden am Benedictus Krankenhaus Tutzing

Chronische Bronchitis ist eine unspezifische Lungenerkrankung – gekennzeichnet durch Husten und Auswurf „an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren“ (WHO). Aufgrund dauernder Verätzung kommt es in Bronchien und Bronchiolen zu einer krankhaften Verdickung der Schleimhäute mit vermehrter Sekretbildung. Die schadstoffentsorgenden Zilien bilden sich zurück und das gesamte Flimmerepithel wandelt sich um in Plattenepithel. Sekundärinfektionen können entstehen z.B. durch Viren und Bakterien – besonders bei feucht-kaltem Wetter. Symptome sind chronischer oder wiederkehrender Husten sowie ein zähflüssiger, meist weißlicher Auswurf.

Die Erkrankung verläuft lange eher unauffällig mit z.T. völlig symptomfreien Phasen, vor allem untertags. Verlässlich diagnostizieren lässt sie sich durch Abhören der Lunge, Untersuchung des Auswurfs sowie Erhebung der Blut-, ggf. auch Blutgaswerte. Mit einem Lungenfunktionstest kann man feststellen, ob bereits eine Verengung der Atemwege vorliegt bzw. welche Atemkapazitäten noch zur Verfügung stehen. Angezeigt ist auch eine Röntgenuntersuchung von Brustraum und Lunge, um z.B. Asthma-, TBC- oder Krebserkrankungen auszuschließen. Ultraschall und EKG dienen dazu, eventuelle Überlastungen von Herz und Herzkreislauf (Rechtsherzschwäche) zu ermitteln. Wichtigste Therapiemaßnahmen sind striktes Aktiv- und Passivrauchverbot sowie ggf. ein Arbeitsplatz- oder Wohnortwechsel, um Schadstoffe oder ungünstige Witterungseinflüsse zu meiden. Damit lassen sich erstaunliche Heilungserfolge erzielen, oft in wenigen Wochen. Außerdem empfehlen sich regelmäßige Schutzimpfungen, z.B. gegen Grippe oder Pneumokokken.