Arterielle Hypertonie

Internistische Krankheitsbilder werden in der Abteilung für Innere Medizin am Benedictus Krankenhaus Tutzing kompetent behandelt. Eine 24-Stunden Notfallversorgung mit eigener Notaufnahme versteht sich dabei als Selbstverständlichkeit.

Krankheitsbild

Die Arterielle Hypertonie, oft verkürzt auch Hypertonie oder im täglichen Sprachgebrauch Bluthochdruck genannt, ist ein Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist. Nach Definition der WHO gilt ein systolischer Blutdruck höher als 140 mmHg oder ein diastolischer Blutdruck größer als 90 mmHg als Hypertonie. Bluthochdruck ist der wichtigste Risikofaktor für Herz-/Kreislaufkrankheiten , v.a. für einen Schlaganfall. Mit zunehmenden Alter steigt die Erkrankungshäufigkeit ( 25% aller Menschen > 65 Jr. ). Man unterscheidet zwischen dem sogenannten primären Hochdruck ( 90-95%), der eine genetische Grundlage hat und sekundären Hochdruckformen (5-10%) v.a bei Nieren- oder Nebennierenerkrankungen.

Diagnose und Behandlungsmethoden im Benedictus Krankenhaus Tutzing

Die diagnostischen Maßnahmen verfolgen drei Ziele: Das Vorliegen einer arteriellen Hypertonie wird durch Blutdruckmessungen diagnostiziert und objektiviert; Ursachen einer sekundären Hypertonie werden gesucht; Folgeschäden werden dokumentiert und das kardiovaskuläre Risiko ermittelt. Neben Anamnese und körperlicher Untersuchung kommen dabei Labor- und Urindiagnostik, EKG, Herzultraschall, Nieren – incl. Nierengefäßultraschall, 24-Stunden-Blutdruckmessung, Belastungs-EKG und Augenhintergrundspiegelung zum Einsatz. Zur medikamentösen Blutdruckeinstellung gibt es heute mehrere etablierte Substanzklassen(ACE-Hemmer, AT1-Antag, Betablocker, Kalziumantagonisten und Diuretika), die individuell je nach vorliegenden Begleiterkrankungen alleine oder in Kombination eingesetzt werden. In besonderen Fällen (Nierenarterienstenose) wird eine interdisziplinäre Versorgung mit unserem Gefäßzentrum durchgeführt.