Aortenaneurysma

Das Gefäßzentrum Starnberger See ist auf die Behandlung von Gefäßkrankheiten spezialisiert. Das Zentrum besteht aus einem interdisziplinären Team aus Angiologen, Gefäßchirurgen und Neurologen.

Krankheitsbild

Ein Aortenaneurysma ist eine sack- oder schlauchförmige  Erweiterung auf der Außenseite der Hauptschlagader. Ausgelöst wird es durch Ausbuchtung bzw. Einriss/Zerlegung der Gefäßwand.  Typisch ist eine lange Symptomfreiheit,  erst im Spätstadium kommt es zu extrem heftigen Schmerzattacken im Brust- bzw. Bauchbereich.  Bricht ein Aneurysma auf (Ruptur), ist der Patienten in akuter Lebensgefahr. Eine Operation sollte erfolgen, wann immer der Durchmesser des Aneurysmas 50 mm im Bauch- bzw.  55mm im Brustbereich übersteigt.

Diagnose und Behandlungsmethoden am Benedictus Krankenhaus Tutzing

Entdeckt werden Aneurysmen vor allem bei Untersuchungen mit CT oder Ultraschall. Solange sie sehr klein sind, empfiehlt sich eine konservative Therapie mit Rauchverbot, Diät, Bewegungstherapie sowie medikamentöser Behandlung der Risikofaktoren. Klassische Operationsmethode ist der offene Eingriff mit Ersetzung des betroffenen Aortenabschnitts durch eine blutdichte Rohr- bzw. Y-förmige Prothese aus synthetischen Materialien. Für den Patienten schonender, aber technisch anspruchsvoll ist die Implantierung einer Stent-Prothese. Diese wird  minimal-invasiv in die Aorta eingeführt, um die Gefäßwand im Bereich des Aneurysma von innen her abzustützen und abzudichten. Ermöglicht wird die exakte Platzierung durch eine angiographisch gesteuerte Navigation. Beide Verfahren werden durch die Gefäßchirurgie am Benedictus Krankenhaus Tutzing angeboten.