Akuter Arterienverschluss (Embolie,Thrombose)

Das Gefäßzentrum Starnberger See ist auf die Behandlung von Gefäßkrankheiten spezialisiert. Das Zentrum besteht aus einem interdisziplinären Team aus Angiologen, Gefäßchirurgen und Neurologen.

Krankheitsbild

Bei einem akuten Arterienverschluss kommt es zu einer Minderdurchblutung (Ischämie) der Arterie. Das vom Verschluss betroffene Gewebe wird nicht mehr oder nur noch unzulänglich mit Sauerstoff und anderen wichtigen Nährstoffen versorgt. Die Symptome des akuten Verschlusses sind charakteristisch: Schmerz, Erblassen/ Blaufärbung sowie Erkalten der  betroffenen Hautpartien, Pulsverlust, Sensibilitätsstörung, Bewegungsunfähigkeit und Kreislaufversagen. Verursacht werden Arterienverschlüsse durch meist im Herzen entstandene Thromboembolien, lokale Thrombosen oder seltener durch Schädigungen der Arterieninnenwand.

Diagnose und Behandlungsmethoden am Benedictus Krankenhaus Tutzing

Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium und Zeitpunkt des Verschlusses. Die Behandlung eines akuten Arterienverschlusses beinhaltet zuerst eine rasche Medikation, meist mit Heparin, Analgetika und Sedativa. Der betroffene Körperteil, meist ein Gliedmaß, wird zur Stabilisierung der Durchblutung tiefer gelagert. Weiterführende, therapeutische Behandlungsmethoden beinhalten die medikamentöse Fibrinolyse. Abhängig vom klinischen Umfang und der Lokalisation des Verschlusses kann neben der medikamentöse Auflösung des Verschlusses auch Öffnung des Gefäßses durch einen Ballon-Katheder und Stent erfolgen. Diese Eingriffe werden auf der Angiografieanlage durch den Gefäßchirurgen durchgeführt. Die offene Operation eines Gefäßverschlusses ist ebenfalls eine Option (Embol- oder Thrombektomie). Fehlt ein entlastender Umgehungskreislauf, kann im Rahmen der Operation ein Bypass chirugisch hergestellt werden. Der Bypass schafft eine Alternative Blutversorgung für das betroffene Gewebe. In Einzelfällen ist aufgrund der andauernden, mangelnden Durchblutung eine Amputation des betroffenen Gliedmaßes unvermeidlich.