Patienteninformation Verödungstherapie (Katheterablation)

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
bei Ihnen wurde eine Herzrhythmusstörung festgestellt und Sie haben daher von uns einen stationären Termin zur Verödungstherapie (Katheterablation) erhalten. Um Ihnen den Aufenthalt in unserem Krankenhaus möglichst angenehm zu gestalten, finden Sie anbei alle wichtigen Information zu dem geplanten Ablauf.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,
Ihr Team der Elektrophysiologie im Benedictus KrankenhausTutzing 

1. Ambulante Vorstellung

  • Mindestens drei Tage vor Ihrem Termin zur stationären Aufnahme stellen Sie sich ambulant bei uns vor. Hierzu müssen Sie nicht nüchtern erscheinen. Sie dürfen Ihre Tagesmedikation wie gewohnt einnehmen. Bitte nehmen Sie sich mindestens drei Stunden Zeit für diesen Termin.
  • Durch unsere Stationsärzte erfolgt die ärztliche Aufklärung über den geplanten Eingriff. Hier können Sie uns alle Ihre Fragen dazu stellen.
  • Es erfolgt ggf. eine Blutentnahme.
  • Im Rahmen unseres Hygienekonzepts führen wir auch einen Corona-Abstrich bei Ihnen durch. 

2. Stationäre Aufnahme

  • Am Aufnahmetag kommen Sie bitte nüchtern zu uns (kein Frühstück).
  • Bitte nehmen Sie Ihre Morgenmedikation wie vorab besprochen vollständig ein (auch Ihre Blutverdünnung). B
  • itte bringen Sie einen Einweisungsschein für die stationäre Behandlung, Ihre Krankenkassenversichertenkarte und aktuelle medizinischen Befunde mit.

3. Voruntersuchungen

  • Am Aufnahmetag werden Sie mit unseren Stationsärzten ein Aufnahmegespräch führen.
  • Es erfolgt eine Blutentnahme.
  • Es wird ein Ruhe-EKG geschrieben.
  • Falls notwendig, erfolgt ein Ultraschall des Herzens (ggf. über die Speiseröhre als sogenanntes „Schluckecho“ zum Ausschluss von Blutgerinnseln im Herzen).
  • Heute ist eine sorgfältige und vollständige Rasur beider Leisten notwendig

4. Die Katheterablation

  • Der Eingriff findet in unserem Herzkatheterlabor statt.
  • Sie befinden sich in Rückenlage. Damit Sie sicher auf dem Untersuchungstisch liegen, sichern wir Sie mit jeweils einem Gurt um die Beine und die Handgelenke.
  • Für eine optimale Überwachung während des Eingriffes werden Sie an EKG-, Puls- und Blutdruckmessung angeschlossen.
  • Sie erhalten eine Sedierung mit intravenöser Gabe von Schmerz- und Schlafmedikamenten. Dies ist keine „Vollnarkose“, da Sie zwar tief schlafen, jedoch weiterhin selbstständig atmen/schlucken/husten können.
  • Sie sind direkt im Anschluss an den Eingriff sehr schnell wieder vollständig wach. Es ist keine künstliche Beatmung notwendig.
  • Wir empfehlen in vielen Fällen die Anlage eines Blasenkatheters für den Eingriff.
  • Nach dem Eingriff wird der Arbeitskanal in der Leiste, über den die Untersuchung durchgeführt wurde, meist direkt entfernt und Sie erhalten eine Naht in der Leiste. In seltenen Fällen wird der Arbeitskanal erst ein bis zwei Stunden nach dem Eingriff gezogen. In jedem Fall erhalten Sie für mindestens sechs Stunden einen sogenannten Druckverband um Ihr Becken. Wir empfehlen Ihnen Bettruhe bis zum Folgetag einzuhalten, damit es keinesfalls zu einer Nachblutung im Bereich der Punktionsstelle kommt. 

5. Nachuntersuchungen

  • Am Folgetag nach Ihrem Eingriff finden unsere Nachuntersuchungen statt.
  • Diese sind: Blutentnahme Ruhe-EKG Herz-Ultraschall von außen über die Brust Klinische Kontrolle der Leiste, ggf. Entfernung der Naht 

6. Entlassung

  • Fallen alle Nachuntersuchungen positiv aus, so erfolgt Ihre Entlassung aus unserem Krankenhaus üblicherweise am ersten oder zweiten Tag nach Ihrem Eingriff.
  • Sie erhalten von unseren Stationsärzten einen sogenannten „vorläufigen Entlassbrief“. Dieser enthält alle wesentlichen Informationen über Ihren stationären Aufenthalt sowie wichtige Empfehlungen zu Ihren zukünftigen Medikamenten und Verhaltensregeln

7. Wichtige Verhaltensregeln für Zuhause

  • Bitte schonen Sie die Punktionsstelle der Leiste für mindestens drei Tage nach dem Eingriff.
  • Sie dürfen duschen und an einer normalen Alltagsbelastung teilnehmen.
  • Sollten Sie starke Schmerzen in der Leiste oder Fieber entwickeln, so stellen Sie sich bitte umgehend wieder bei uns vor.
  • Nach einer Verödungstherapie können Sie für bis 14 Tage ein Druckgefühl auf der Brust sowie einen erhöhten Ruhepuls verspüren. Dies ist nach einer Verödungstherapie häufig der Fall und darf Sie daher nicht beunruhigen.
  • Auch kommt es in den ersten sechs Wochen nach Verödungstherapie häufig nochmal zu Herzrhythmusstörungen. Dies liegt am Abheilungsprozess der verödeten Areale im Herzen und ist völlig normal. Bewahren Sie Ruhe.
  • Sollten die Herzrhythmusstörungen länger als 48 Stunden anhalten, so stellen Sie sich bitte wieder bei uns vor.
  • Nach der Verödungstherapie ist es notwendig, gewisse Medikamente weiterhin einzunehmen. Dazu zählen beispielsweise die Blutverdünnung, Rhythmus-stabilisierende Medikamente oder ein Magenschutz-Medikament. Sie erhalten einen detaillierten Medikamentenplan zur Entlassung.
  • Wir bitten Sie, etwaige Medikamentenänderungen nach der Verödung immer mit uns abzusprechen.
  • Bei Wohlbefinden empfehlen wir, ab dem viertenTag nach Verödungstherapie wieder mit moderater sportlicher Ausdauerbelastung, beispielsweise Walken/Joggen/Fahrradfahren, zu beginnen. 

Rückfragen

Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich jederzeit gerne persönlich oder telefonisch an uns. Sie erreichen uns über unser kardiologisches Sekretariat unter T (08158) 23 154

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