Zu den typischen interventionellen Therapieverfahren zählen zum Beispiel:
- Nerven- bzw. Sympathikusblockaden
- Ganglionäre lokale Opioidanalgesie (GLOA)
- Rückenmarksnahe Schmerztherapieverfahren (Epidural-/Spinalanästhesie)
- Kontinuierliche Katheterverfahren
- Versorgung mit Schmerzpumpen (tragbar oder implantiert)
Das Zentrum für Schmerztherapie am Starnberger See ist seit über einem Jahrzehnt auf diese Therapieverfahren spezialisiert. Wir wenden hier den höchstmöglichen Qualitätsstandard an (Qualitätsstandard nach der International Spine Intervention Society (ISIS)).
Voraussetzung für den Einsatz invasiver Therapieverfahren ist die sorgfältige Anamnese mit exakter körperlicher Befunderhebung und ein genaues Studium der Vorbefunde. Unser Zentrum ist dafür mit modernster medizinischer Technik ausgestattet. Bei chronischen Schmerzen ist nicht immer primär eine eindeutige Ursache der Schmerzen feststellbar. Zur Differentialdiagnose verschiedener Schmerzzustände werden diagnostische Betäubungen von Nerven mit Lokalanästhetika durchgeführt. Mit Hilfe dieser Nervenblockaden können möglicherweise Aussagen über die Schmerzursache oder den Ort der Entstehung erhalten werden.
Als spezielle Verfahren stehen diagnostische und therapeutische Injektionen an Nerven und Nervengeflechten, an den sympathischen Grenzsträngen, in Gelenken wie den Wirbelkörpergelenken oder dem Kreuz-Darmbein-Gelenk oder an den Bandscheiben zur Verfügung.
Implantation von Schmerzpumpen zur rückenmarksnahen Opioidtherapie
Die rückenmarksnahe Opioidtherapie kann bei tumor- und nichttumorbedingten Schmerzsyndromen unter bestimmten Bedingungen zum Einsatz kommen:
- wenn die Schmerzregion der lokalen Therapie zugänglich ist
- wenn keine kausale Therapie möglich ist
- wenn keine ausreichende systemische Therapie möglich ist
- und/oder wenn massive Nebenwirkungen der systemischen Therapie auftreten
Zur spinalen Medikamententherapie werden kleine Silikonkatheter in den Rückenmarkskanal eingelegt, unter der Haut untertunnelt und mit der Schmerzpumpe verbunden. Pumpen sind Implantate, bei denen ein Mechanismus die Substanz aus dem Reservoir zum Wirkort (Nervenwasser) befördert. Sie werden unter die Haut am Bauch implantiert. Eine Auffüllung ist meist im Abstand von vier Wochen erforderlich.