Projekt zum Fibromyalgiesyndrom

Chronische Schmerzen führen zu einer veränderten Verarbeitung von somatosensorischen Reizen im Gehirn. Jedoch ist dieses Phänomen bei Patienten mit Fibromyalgie bislang noch unzureichend untersucht worden. Informationen über eine Veränderung in der Verarbeitung von Reizen im Gehirn als eine Konsequenz des individuellen Krankheitsbildes könnten dazu beitragen, die Symptomatik bei Patienten mit Fibromyalgie zu verbessern.

In einer Studie an gesunden Probanden konnte gezeigt werden, dass kurze schmerzhafte Reize die Verarbeitung von nicht schmerzhaften Reizen im Gehirn erhöht. In dieser Studie soll geklärt werden, ob ein vergleichbarer Effekt innerhalb des Gehirns bei Patienten mit Fibromyalgie gefunden werden kann.

Im Zuge einer Promotionsarbeit (Doktorantin: Frau Ilka Melchior, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, PJ-Studentin) untersuchen wir Patienten mit einem klinisch gesicherten Fibromyalgiesyndrom (mittels magnetenzephalographischer Untersuchung (MEG) und quantitativer sensorischer Testung (QST)).

Das Ziel dieser Studie ist es, erst eine standardisierte QST-Batterie nach DFNS Kriterien und danach den Effekt eines kurzen schmerzhaften Reizes auf die Verarbeitung eines taktilen Reizes im Gehirn zu untersuchen. Danach korrellieren wir MEG Befunde mit QST-Befunden, um Hinweise auf eine Schmerzverarbeitungsstörung zu identifizieren.

Wissenschaftliche Aktivitäten
Kooperationspartner