Medikamentöse Schmerztherapie

Bei schweren Schmerzen ist oftmals eine medikamentöse Therapie erforderlich, die häufig zwar bereits eingeleitet wurde, aber aufgrund falscher Auswahl oder auch Zusammensetzung unzureichend ist. Individuelle und eingehende Beratung und Umstellung der Medikation führen vielfach zum Erfolg.

Die von uns verwendeten Medikamente sind meist gut verträglich und werden individuell dosiert und auf ihre Wirkung und Verträglichkeit geprüft. Jede Behandlung wird dem Patienten vorher ausführlich erläutert. „Viel hilft viel“ ist nicht unser Ansatz, eher „weniger ist mehr“.

Abhängigkeitsrisiko

Oftmals ist auch der Einsatz sehr starker Schmerzmedikamente erforderlich, sogenannter Opioide (Morphin etc.). Bei korrekter ärztlich überwachter Einnahme haben sich Sorgen vor Abhängigkeit als relativ unbegründet erwiesen. Es gibt Abhängigkeitsstudien an über 45.000 Schmerzpatienten, die morphinartige Schmerzmittel erhielten. Nur bei elf Patienten ließen sich Symptome der psychischen Abhängigkeit nachweisen. Das sind gerade einmal 0,02%. Damit waren unter diesen Patienten weniger Abhängige zu finden als in der Gesamtbevölkerung, in der der Anteil mit 0,2% statistisch zehnmal so hoch liegt.

Es gilt heute als gesichert, dass eine sachgerechte Schmerztherapie mit Opioiden keinen Einstieg in die Drogenszene bedeutet und die Entwicklung einer Abhängigkeit von solchen Medikamenten bei chronischen Schmerzpatienten unwahrscheinlich ist. Klar muss aber sein, dass sich auch durch diese Substanzen (wie durch alle anderen Medikamente auch) eine Abhängigkeit einstellen kann, wenn auch sehr selten.