Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen

Es gibt mehr als 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Darum ist es oft nicht leicht, die Ursache herauszufinden.

Es gibt mehr als 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Darum ist es oft nicht leicht, die Ursache herauszufinden.

Vier Formen kommen besonders häufig vor:

  • Migräne
  • Chronischer Spannungskopfschmerz
  • Cluster-Kopfschmerzen
  • Der durch Schmerzmittel ausgelöste Kopfschmerz

Doch nicht nur bei Erwachsenen, auch bei Kindern kommen Kopfschmerzen häufig vor. Bis zu 80 % aller Kinder im 4. Grundschuljahr klagen über Kopfschmerzen. Davon leiden etwa 12 % unter Migräne. Unter den Teenagern leiden in Deutschland mehr als ein Drittel unter wiederkehrenden Kopfschmerzen. Im Zentrum für Schmerztherapie des Benedictus Krankenhauses in Tutzing verfügen wir über eine langjährige Erfahrung mit diesen Krankheitsbildern.

Hintergrund Spannungskopfschmerzen

Kopfschmerz vom Spannungstyp ist leider eine sehr häufige Erkrankung. Viele Menschen leiden unterschiedlich stark darunter. Das typische Schmerzbild zeigt sich in der Regel meist beidseitig, dumpf- drückend, beengend, wie ein Ring, ein Helm oder eine zu enge Mütze. Die Schmerzen erreichen eine leichte bis mittlere Intensität und verstärken sich nicht wesentlich durch körperliche Routineaktivitäten.Es gibt typische Begleiterscheinungen wie Appetitlosigkeit, Licht-/ Lärmempfindlichkeit sowie manchmal eine erhöhte Druckempfindlichkeit der Kopf- und Halsmuskulatur. Man teilt sie gemäß der der IHS-Klassifikation (International Headache Society) je nach Häufigkeit in:

  • sporadisch auftretende episodische Spannungskopfschmerzen,
  • häufig auftretende episodische Spannungskopfschmerzen und
  • chronische Spannungskopfschmerzen

ein. Die beiden erstgenannten zeigen dabei klinisch Kopfschmerzepisoden mit einer Dauer von Minuten bis Tagen. Der chronische Spannungskopfschmerz entspricht in seinen Charakteristika dem episodischen Spannungskopfschmerz, mit Ausnahme des Auftretens an mehr als 15 Tagen im Monat über mindestens 3 Monate (mindestens 180 Tage pro Jahr). Der Krankheitsbeginn fällt häufig in die 2. oder 3. Lebensdekade, aber auch Kinder oder ältere Menschen können betroffen sein.

Ursache und Therapie

Die genaue Ursache dieses Kopfschmerztyps ist noch nicht bekannt. Es wird eine erhöhte Schmerzbereitschaft des Patienten in Zusammenhang mit einer auslösenden Ursache wie z.B. Stress, Angst, Depressionen oder aber auch einer Körperfehlhaltung angenommen. Man kann oft schon eine Erleichterung der Kopfschmerzen erreichen, in dem man die Schläfen und Stirn mit Pfefferminzöl einreibt. Wenn das keine zufriedenstellende Linderung ergibt helfen meist einfache Schmerzmittel, z.B. Paracetamol oder Antiphlogistika (z.B. Ibuprofen). Manchen Patienten mit Spannungskopfschmerzen kann man auch sehr gut mit bestimmten Antidepressiva helfen, die bei dieser Erkrankung vor allem als Schmerzmittel wirken. Eine wichtige Regel darf man aber nicht außer Acht lassen und die lautet:
Keine regelmäßige Schmerzmitteleinnahme, außer jenen Substanzen, die der Arzt über einen längeren Zeitraum, z.B. als vorbeugende (prophylaktische) Mittel, verordnet. Viel wichtiger als Medikamente ist meist eine Gestaltung des Tagesablaufs mit regelmäßigen Ruhe- und Aktivitätsphasen. Hilfreich ist auch die Anwendung von Entspannungstherapien und Stressbewältigungsstrategien sowie ein leichtes regelmäßiges Ausdauertraining und regelmäßige (Kranken)Gymnastik. Oft hilft auch schon leichte körperliche Bewegung an der frischen Luft wie ein ausgedehnter Spaziergang.

Letztendlich bilden viele verschiedene Bausteine das Behandlungsgerüst gegen Spannungskopfschmerzen. Auf jeden Fall gehört die Diagnostik und Therapie in die Hände von Experten.